Wer einen Ferienpark oder Campingplatz betreibt, weiß: Nicht jede Unterkunft wird gleich gebucht. Genau darin liegt jedoch enormes Potenzial für höhere Auslastung und mehr Umsatz.
Im DACH-Raum (Deutschland, Österreich und der Schweiz) wird der Outdoor-Hospitality-Markt stark von Schulferien, Reisegewohnheiten und dem Bedürfnis nach Planungssicherheit geprägt. Gäste buchen insbesondere klassische Unterkünfte oft lange im Voraus – spontane Buchungen bleiben eher die Ausnahme.
Wer versteht, wann welche Unterkunft gebucht wird und warum, kann Preise gezielter steuern, Verfügbarkeiten besser planen und Marketingbudgets deutlich effizienter einsetzen.
Ein genauer Blick auf die Buchungs-Vorlaufzeiten liefert dabei wertvolle Erkenntnisse.
Der Camping- und Ferienparkmarkt im DACH-Raum folgt einem klar erkennbaren saisonalen Rhythmus. Die stärksten Nachfragephasen liegen in den Sommerferien (Juli und August). Hinzu kommen buchungsstarke Zeiträume rund um Pfingsten, Christi Himmelfahrt sowie die Herbstferien.
Dabei zeigt sich ein deutliches Muster im Reiseverhalten der Gäste:
Besonders interessant für Betreiber: Je planungsintensiver und hochwertiger eine Unterkunft wahrgenommen wird, desto früher erfolgt in der Regel die Buchung. Flexible und preisorientierte Angebote hingegen profitieren stärker von kurzfristiger Nachfrage.
Lodges sind die am frühesten gebuchte Unterkunftsarten. Besonders in Alpenregionen sowie an beliebten Seen ist es keine Seltenheit, dass die Sommerferien des Folgejahres bereits im Herbst oder Winter weitgehend ausgebucht sind.
Typische Muster bei Premium-Unterkünften:
Warum so früh gebucht wird:
👉 Lodges sind damit der „Anker“ der gesamten Saisonplanung.
Empfehlung: Frühbucherangebote lohnen sich hier besonders. Wer 6–9 Monate vor Saisonstart mit attraktiven Angeboten, klarer Preisstrategie und hoher Online-Sichtbarkeit präsent ist, kann einen großen Teil der Saison frühzeitig absichern.
Mobile Homes sind der Klassiker in vielen Ferienparks. Sie verbinden Komfort mit einem vergleichsweise attraktiven Preisniveau und sprechen besonders Familien an. Entsprechend hoch und zugleich gut planbar ist die Nachfrage.
Die meisten Buchungen erfolgen zwischen Januar und Mai für die Sommersaison.
Charakteristisch für Mobile Homes:
Warum früh gebucht wird:
👉 Mobile Homes sorgen für stabile und gut planbare Auslastung.
Empfehlung: Eine intelligente Preissteuerung ist entscheidend, um Nachfragepotenziale im weiteren Saisonverlauf optimal auszuschöpfen + gezielte Preis- und Marketingkampagnen zwischen Januar und Mai.
Glamping wächst seit Jahren stark, insbesondere in Deutschland und Österreich. Hier geht es weniger um „Unterkunft“, sondern um das Gesamterlebnis (Natur, Design und Komfort in einer besonderen Kombination).
Typische Buchungsmuster:
Warum Glamping anders gebucht wird:
👉 Glamping wird zunehmend früher gebucht, bleibt aber flexibler als klassische Mietunterkünfte.
Empfehlung: Glamping-Angebote profitieren besonders von emotionalem Marketing und frühzeitigem Pricing-Management. Sobald Nachfrage sichtbar steigt, sollten Preise aktiv angepasst werden, um den Erlebniswert auch im Revenue Management abzubilden.
Campingplätze ticken komplett anders. Hier entscheidet oft nicht der Kalender, sondern das Wetter.
Während Lodges oder Mobile Homes oft Monate im Voraus gebucht werden, entscheidet sich die Nachfrage bei Stellplätzen häufig erst sehr kurzfristig – teilweise innerhalb derselben Woche.
Typische Merkmale:
Warum spät gebucht wird:
👉 Stellplätze sind der wichtigste Hebel für Yield-Management.
Empfehlung: Dynamische Preise abhängig von Wetter und Auslastung einsetzen, Restkapazitäten flexibel halten für Last-Minute-Buchungen und gezielte regionale Kampagnen für spontane Kurzreisen nutzen.
Betreiber müssen dieses Verhalten nicht mehr „gefühlt“ einschätzen. Moderne Ferienpark-Operations benötigen Echtzeit-Transparenz über Buchungsverhalten je Unterkunftstyp.
Ein intelligentes PMS wie Booking Experts hilft Betreibern dabei, diese Daten in konkrete Entscheidungen umzuwandeln. Es zeigt unter anderem:
So können Betreiber weg von intuitionsbasierten Entscheidungen hin zu einer datengetriebenen Steuerung wechseln.
Darüber hinaus ermöglichen solche Systeme zusätzliche operative Vorteile:
Diese Transparenz schafft die Grundlage für eine deutlich präzisere Preissteuerung je Unterkunftstyp, eine effizientere Nutzung von Restkapazitäten und eine vorausschauende und stabilere Saisonplanung.
Nicht alle Unterkunftstypen folgen denselben Buchungsmustern – und das Verständnis ihrer Buchungsvorlaufzeiten ist entscheidend für nachhaltige Umsatzsteigerungen in Ferienparks.
Betreiber, die ihre Preisgestaltung, Verfügbarkeiten und Marketingaktivitäten konsequent an diese Muster anpassen, steigern nicht nur ihre Auslastung, sondern optimieren auch ihren Yield in einem stark saisonalen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld.
👉 Wenn du erfahren möchtest, wie Booking Experts dabei hilft, Buchungsverhalten in konkrete Umsatz-Insights zu übersetzen, kontaktiere unser Team.