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Welche Unterkünfte in Ferienparks am besten gebucht werden – Daten & Umsatzstrategien

Geschrieben von Cynthia | 10.06.2026 06:15:01

Wer einen Ferienpark oder Campingplatz betreibt, weiß: Nicht jede Unterkunft wird gleich gebucht. Genau darin liegt jedoch enormes Potenzial für höhere Auslastung und mehr Umsatz.

Im DACH-Raum (Deutschland, Österreich und der Schweiz) wird der Outdoor-Hospitality-Markt stark von Schulferien, Reisegewohnheiten und dem Bedürfnis nach Planungssicherheit geprägt. Gäste buchen insbesondere klassische Unterkünfte oft lange im Voraus – spontane Buchungen bleiben eher die Ausnahme.

Wer versteht, wann welche Unterkunft gebucht wird und warum, kann Preise gezielter steuern, Verfügbarkeiten besser planen und Marketingbudgets deutlich effizienter einsetzen.

Ein genauer Blick auf die Buchungs-Vorlaufzeiten liefert dabei wertvolle Erkenntnisse.

 

Buchungsverhalten im DACH-Markt: stark geplant, aber nicht überall gleich

Der Camping- und Ferienparkmarkt im DACH-Raum folgt einem klar erkennbaren saisonalen Rhythmus. Die stärksten Nachfragephasen liegen in den Sommerferien (Juli und August). Hinzu kommen buchungsstarke Zeiträume rund um Pfingsten, Christi Himmelfahrt sowie die Herbstferien

Dabei zeigt sich ein deutliches Muster im Reiseverhalten der Gäste:


  • Die Nachfrage ist stark inländisch geprägt, vor allem aus Deutschland und Österreich.
  • Schulferien bestimmen maßgeblich den Buchungsrhythmus.
  • Klassische Mietunterkünfte werden deutlich früher gebucht als flexible Stellplätze.

Besonders interessant für Betreiber: Je planungsintensiver und hochwertiger eine Unterkunft wahrgenommen wird, desto früher erfolgt in der Regel die Buchung. Flexible und preisorientierte Angebote hingegen profitieren stärker von kurzfristiger Nachfrage.

 

Welche Unterkünfte werden am frühesten gebucht?

 

🥇 Lodges (Chalets, Premium-Ferienhäuser): die klaren Frühbucher-Gewinner / 8–14+ Monate im Voraus

Lodges sind die am frühesten gebuchte Unterkunftsarten. Besonders in Alpenregionen sowie an beliebten Seen ist es keine Seltenheit, dass die Sommerferien des Folgejahres bereits im Herbst oder Winter weitgehend ausgebucht sind.

Typische Muster bei Premium-Unterkünften:

  • Hochsaison-Sommerwochen oft bereits zwischen August und November des Vorjahres ausgebucht
  • In Top-Destinationen sind oft bereits im Frühjahr 70–90 % der Saison-Auslastung gesichert
  • Sehr starke Wiederholungsbuchungen (gleiche Woche, gleiche Unterkunft jedes Jahr)
  • Kurzfristige Verfügbarkeiten sind in beliebten Alpen- und Seenregionen selten

Warum so früh gebucht wird:

  • Der Sommerurlaub ist für viele Familien der wichtigste Urlaub des Jahres
  • Hochwertige Unterkünfte in attraktiven Lagen sind begrenzt verfügbar
  • Gäste legen großen Wert auf Planungssicherheit
  • Stammgäste sichern sich frühzeitig ihre bevorzugten Reisezeiträume.

 

👉 Lodges sind damit der „Anker“ der gesamten Saisonplanung.

 

Empfehlung: Frühbucherangebote lohnen sich hier besonders. Wer 6–9 Monate vor Saisonstart mit attraktiven Angeboten, klarer Preisstrategie und hoher Online-Sichtbarkeit präsent ist, kann einen großen Teil der Saison frühzeitig absichern.

 

🥈 Mobile Homes: planbare Volumennachfrage / 4–10 Monate im Voraus

Mobile Homes sind der Klassiker in vielen Ferienparks. Sie verbinden Komfort mit einem vergleichsweise attraktiven Preisniveau und sprechen besonders Familien an. Entsprechend hoch und zugleich gut planbar ist die Nachfrage.

Die meisten Buchungen erfolgen zwischen Januar und Mai für die Sommersaison.

Charakteristisch für Mobile Homes:


  • starke Buchungskonzentration im ersten Halbjahr
  • Sommernachfrage meist frühzeitig gesichert
  • begrenzte, aber konstante Last-Minute-Auslastung

 

Warum früh gebucht wird:

  • Familien orientieren sich stark an Schulferien und langfristiger Planung.
  • Standardisierte Unterkunftsformen schaffen Vertrauen und reduzieren Unsicherheit 
  • Gäste vergleichen Preise intensiv und buchen häufig dann, wenn attraktive Frühbucherkonditionen verfügbar sind.

 

👉 Mobile Homes sorgen für stabile und gut planbare Auslastung.

 

Empfehlung: Eine intelligente Preissteuerung ist entscheidend, um Nachfragepotenziale im weiteren Saisonverlauf optimal auszuschöpfen + gezielte Preis- und Marketingkampagnen zwischen Januar und Mai.

 

🥉 Glamping-Einheiten: wachsendes Erlebnis-Segment / 3–8 Monate, tendenziell früher

Glamping wächst seit Jahren stark, insbesondere in Deutschland und Österreich. Hier geht es weniger um „Unterkunft“, sondern um das Gesamterlebnis (Natur, Design und Komfort in einer besonderen Kombination).

Typische Buchungsmuster:

  • steigende Frühbuchungen (meist 3–6 Monate im Voraus)
  • Peaks an langen Wochenenden (Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Herbstferien)
  • hohe Nachfrage bei Paaren sowie bei Kurzurlauben
  • ausgeprägte Sensibilität für Design, Atmosphäre und Erlebniswert

 

Warum Glamping anders gebucht wird:

  • Gäste buchen ein Erlebnis, keine reine Unterkunft
  • starke Inspiration über Social Media (Instagram, TikTok, Pinterest)
  • hohe Bereitschaft, besondere Anlässe (Jahrestage, Kurztrips, „Escape“-Wochenenden) früh zu planen
  • begrenzte Premium-Kapazitäten erzeugen natürliche Knappheit und damit frühen Buchungsdruck

 

👉 Glamping wird zunehmend früher gebucht, bleibt aber flexibler als klassische Mietunterkünfte.

 

Empfehlung: Glamping-Angebote profitieren besonders von emotionalem Marketing und frühzeitigem Pricing-Management. Sobald Nachfrage sichtbar steigt, sollten Preise aktiv angepasst werden, um den Erlebniswert auch im Revenue Management abzubilden.

 

⛺ Campingplätze: spontan, flexibel, wetterabhängig / 0–6 Wochen im Voraus

Campingplätze ticken komplett anders. Hier entscheidet oft nicht der Kalender, sondern das Wetter.

Während Lodges oder Mobile Homes oft Monate im Voraus gebucht werden, entscheidet sich die Nachfrage bei Stellplätzen häufig erst sehr kurzfristig – teilweise innerhalb derselben Woche.

Typische Merkmale:

  • hoher Anteil kurzfristiger Buchungen
  • starke Nachfrage bei stabiler Schönwetterlage
  • viele Wochenend- und Kurzaufenthalte
  • Buchungsspitzen oft erst wenige Tage vor Anreise

 

Warum spät gebucht wird:

  • hohe Flexibilität bei Wohnmobil- und Caravan-Reisenden
  • ausgeprägte Kurzurlaubskultur („einfach mal raus“)
  • starke Wetterabhängigkeit der Entscheidungsfindung
  • vergleichsweise niedrige finanzielle Einstiegshürde

 

👉 Stellplätze sind der wichtigste Hebel für Yield-Management.

 

Empfehlung: Dynamische Preise abhängig von Wetter und Auslastung einsetzen, Restkapazitäten flexibel halten für Last-Minute-Buchungen und gezielte regionale Kampagnen für spontane Kurzreisen nutzen.

 

Was moderne Systeme wie Booking Experts möglich machen

Betreiber müssen dieses Verhalten nicht mehr „gefühlt“ einschätzen. Moderne Ferienpark-Operations benötigen Echtzeit-Transparenz über Buchungsverhalten je Unterkunftstyp.

Ein intelligentes PMS wie Booking Experts hilft Betreibern dabei, diese Daten in konkrete Entscheidungen umzuwandeln. Es zeigt unter anderem:

  • wie weit im Voraus unterschiedliche Unterkunftstypen gebucht werden
  • wie sich verschiedene Gästetypen verhalten (lokalen vs internationalen)
  • wie schnell einzelne Einheiten und Zeiträume gebucht werden
  • wo noch Potenzial in der Preisgestaltung liegt

So können Betreiber weg von intuitionsbasierten Entscheidungen hin zu einer datengetriebenen Steuerung wechseln.

Darüber hinaus ermöglichen solche Systeme zusätzliche operative Vorteile:


  • Echtzeit-Überwachung von Auslastungsdruck pro Einheit
  • Frühzeitige Erkennung von Peak Weeks und potenziellen Ausverkaufsphasen
  • Identifikation von Lücken in der Belegung und Nachfrageeinbrüchen

Diese Transparenz schafft die Grundlage für eine deutlich präzisere Preissteuerung je Unterkunftstyp, eine effizientere Nutzung von Restkapazitäten und eine vorausschauende und stabilere Saisonplanung.

 

Fazit: Wer Buchungsverhalten versteht, verdient mehr

Nicht alle Unterkunftstypen folgen denselben Buchungsmustern – und das Verständnis ihrer Buchungsvorlaufzeiten ist entscheidend für nachhaltige Umsatzsteigerungen in Ferienparks.

Betreiber, die ihre Preisgestaltung, Verfügbarkeiten und Marketingaktivitäten konsequent an diese Muster anpassen, steigern nicht nur ihre Auslastung, sondern optimieren auch ihren Yield in einem stark saisonalen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld.

 

👉 Wenn du erfahren möchtest, wie Booking Experts dabei hilft, Buchungsverhalten in konkrete Umsatz-Insights zu übersetzen,  kontaktiere unser Team.