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Dynamic Pricing & Digitalisierung: Es muss sowohl zur Zielgruppe als auch zum Unternehmen

Dynamic Pricing & Digitalisierung: Es muss sowohl zur Zielgruppe, als auch zum Unternehmen selbst passen

Manon
14 Dezember 2023
6 min read

Im Rahmen der Veranstaltung "Embrace" stand eine Diskussionsrunde auf dem Programm, bei der fünf Branchenexperten mit zwei Thesen konfrontiert wurden. Unter der Leitung des Moderators Tom Jessen unterhielten sich die Teilnehmer Remco Schuurbiers, Nina Garvelink, Chantal van Swieten, Carlo Batenburg und Wietze Bootsma über Dynamic Pricing (dynamische Preisgestaltung) und Digitalisierung im Freizeitsektor. Es wurden Diskussionen geführt sowie Erkenntnisse ausgetauscht.



Bei der Befragung des Publikums an diesem Tag stellte sich schnell heraus, dass Dynamic Pricing allgemein auf großes Interesse stößt. Eine Option, mit der Booking Experts bereits bei vielen Kunden umsatzsteigernde Ergebnisse erzielt. Die erste These dieser Diskussionsrunde lautete daher “Dynamic Pricing ist nicht mehr eine Wahl, sondern eine Notwendigkeit”. Der Moderator Tom Jessen eröffnete damit die erste Diskussionsrunde und bat das Publikum um eine erste Reaktion. “Ich stehe dem Thema neutral gegenüber", "Es ist keine Notwendigkeit, aber sicherlich wichtig, sich damit zu befassen", hieß es, allerdings etwas zurückhaltend. Wietze Bootsma, Sales Consultant & Partner Manager bei Booking Experts, ist einer der Branchenexperten der Diskussionsrunde und antwortet: "Ich stimme dieser Aussage definitiv zu. Nur gilt das nicht für jeden. Pro Ferienpark trifft man unterschiedliche Entscheidungen und die Entscheidung für den Einsatz von Dynamic Pricing muss zum Unternehmen passen."

 

Alte Gewonheiten ablegen 

 

Die Diskussion beginnt, indem Nina Garvelink, Parkmanagerin des Ferienparks De Achterste Hoef, dies anspricht. "Letztes Jahr sind wir zu Booking Experts gewechselt und sind derzeit hauptsächlich dabei, herauszufinden, was für uns funktioniert und was nicht. Für uns spielt vor allem das Loslassen alter Gewohnheiten eine Rolle, aber mit dem Zusatz von Dynamic Pricing sehen wir bereits viele Vorteile und unser Umsatz ist bereits um 24% gestiegen! Ich glaube nicht, dass es zu einer Notwendigkeit wird, denn wir sind der Meinung, dass wir unabhängig vom Preis gut für unsere Kunden sind und das wird immer der entscheidende Faktor für sie sein, bei uns zu bleiben."

 

embrace ronde tafel

Das Ergebnis? Mehr Umsatz!

 

Im Ferienpark De Boshoek ist Dynamic Pricing bereits ein Konzept des Unternehmens. "Wir haben eine sehr dynamische Preisgestaltung. Deshalb arbeiten bei uns jeden Tag zwei Mitarbeiter daran. Wir konzentrieren uns auch zum Beispiel auf flexible Aufenthalte. Das Ergebnis ist ebenfalls mehr Umsatz, wir arbeiten jetzt seit gut einem Jahr damit und haben dadurch bereits 17 % mehr Umsatz erzielt", sagt COO Chantal van Swieten. Remco Schuurbiers, CEO von Oesterdam, steht dem Einsatz von Dynamic Pricing ebenfalls positiv gegenüber und geht in seiner Meinung sogar noch einen Schritt weiter. "Für uns ist Dynamic Pricing wirklich eine Notwendigkeit. Wir beschäftigen 120 Mitarbeiter, die wir gerne weiter beschäftigen möchten. Durch den Einsatz von Dynamic Pricing können wir gut auf die Umgebungsfaktoren reagieren und so immer die höchstmögliche Auslastung gewährleisten. Denken Sie zum Beispiel an eine abgesagte Veranstaltung, von der 30% unserer Auslastung abhängt, mit der direkten Anwendung der dynamischen Preisgestaltung schaffen wir es trotzdem, den Park zu füllen."

 

Zuverlässige Einnahmequelle für Eigentümer

 

Im Saal wurde darauf hingewiesen, dass sie sich vor allem an diese Art der Preisgestaltung gewöhnen müssen. "Es gibt zwar keine unmittelbare Bedrohung, aber man muss ein Gefühl dafür bekommen und sich trauen". Branchenexperte Carlo Batenburg von Baten Consulting rät: "Ich höre das ziemlich oft aus der Branche. Aber mein Rat ist: Springen Sie ins kalte Wasser. Probieren Sie es eine Saison lang aus und sehen Sie, was passiert. Auf diese Weise gehen Sie kein Risiko ein, sondern machen kleine Schritte." Ein weiterer Punkt, der im Raum steht, ist die zuverlässige Einnahmequelle der Eigentümer von Unterkünften in Ferienparks: "Eine Auszahlung von manchmal viel und manchmal wenig ist für die Eigentümer schwer zu akzeptieren. Eine zuverlässige Einnahmequelle ist für sie wichtig, mit Dynamic Pricing können wir dem nicht gerecht werden." Remco Schuurbiers verrät: "Wir haben 134 Eigentümer und bei uns ist das für keinen der Eigentümer ein Problem. Letztendlich geht es darum, am Ende immer Gewinn zu machen." Ein schöner Schlusssatz für diese These.

 

Ronde tafel embrace

Persönlicher Kontakt, nur eben anders

 

Kommen wir zum zweiten Teil der Diskussionsrunde. Moderator Tom Jessen wirft die These gleich in den Raum. “Die Digitalisierung ist ein wesentliches Instrument für betriebliche Effizienz und ein besseres Gästeerlebnis". Wietze Bootsma stimmt dem von ganzem Herzen zu, ebenso wie Chantal van Swieten. "Die Digitalisierung bedeutet, dass wir mehr Zeit für den Gast haben. Vor einiger Zeit haben wir von Studenten der Fachhochschule eine Studie über die Guest Journey durchführen lassen, aus der auch hervorging, dass die Gäste bei ihrer Ankunft nur ihren Schlüssel haben wollen und nicht auf ein Gespräch mit uns warten. In unserem Ferienpark kommt man jetzt also per Nummernschilderkennung rein und der Gast wird automatisch eingecheckt. Später kommen wir an der Unterkunft vorbei und führen ein persönliches Begrüßungsgespräch, sobald es dem Gast passt." Tom Jessen stellt fest: "Der menschliche Kontakt ist also nicht verschwunden, wird aber anders eingesetzt". Doch nicht alle sind mit dieser Aussage einverstanden, wie zum Beispiel Nina Garvelink. "Ich bin mit dieser Aussage definitiv nicht einverstanden. Bei der Bezahlung kann es ganz gut sein und es macht auch viel mehr Spaß zu arbeiten. Aber wir haben uns zum Beispiel bewusst gegen QR-Codes auf unserer Terrasse entschieden. Wir lassen unsere Mitarbeiter ein Gespräch führen, während sie die Bestellung aufnehmen, das halten wir für unheimlich wichtig."

 

Fachkräftemangel

 

Wietze Bootsma erwähnt auch den Fachkräftemangel, der durch die Digitalisierung behoben werden könnte. Für Nina Garvelink ist das kein Problem, erstens erleben sie diesen Fachkräftemangel nicht und zweitens ist sie der Meinung, dass dem Gast nicht schnell geholfen werden muss, schließlich muss es im Urlaub nicht schnell gehen. "Wenn ich dahingegen in einem Café sitze, will ich wirklich schnell meinen Wein haben. Wir erleben auch bei unseren Gästen, dass sie die QR-Codes in der Gastronomie sehr mögen, die Leute kommen zu uns, um Zeit füreinander zu haben, nicht um mit uns zu plaudern", meint Chantal van Swieten. Remco Schuurbiers fügt hinzu: "Wir haben gemerkt, dass die Gäste durch Corona in den sechsten Gang geschaltet haben. Jeder will jetzt alles sofort haben und die Leute sind gestresst. Nimm zum Beispiel Whatsapp, wenn du nicht schnell antwortest, hast du schon Ärger. Das merken wir auch bei den Eigentümern. Mit einem automatisierten Chatbot bekommt der Besitzer jetzt sofort eine Antwort. Das ist natürlich fehleranfällig und deshalb gehen wir täglich die Fragen des Chats durch, das muss stimmen." Bei De Boshoek hat man sich sogar dafür entschieden, diese Fragen persönlich zu beantworten. "Wir haben Mitarbeiter, die diese Fragen von 8 bis 20 Uhr manuell und persönlich beantworten. Aber das ist nur möglich, weil wir gerade deshalb andere Prozesse digitalisiert haben", verrät Chantal van Swieten.

 

Tom jessen

Hat die Rezeption noch eine Zukunft?

 

Schließlich wirft der Moderator Tom Jessen noch eine letzte Frage ein: "Bleibt die Rezeption erhalten? Laut Chantal van Swieten wird die Rezeption eher wie ein "Guesthouse" aussehen. Wietze Bootsma ist der Meinung, dass dies für jeden Betriebstyp sehr unterschiedlich sein wird. "Bei De Boshoek gefällt mir persönlich als Gast die Tatsache, dass es keine Rezeption gibt. Wo man früher bei Ankunft 45 Minuten anstehen musste, öffnet man nun die App auf seinem Handy und ist fertig. Aber das ist etwas Persönliches für mich. Man muss hier immer auf die Zielgruppe schauen und ob es zu ihr und ihrem Geschäft passt. Carlo stimmt dem zu und schließt die Diskussion ab: "Ich denke, es ist definitiv zielgruppenabhängig. Für uns sind Daten enorm wichtig, um zu solchen Entscheidungen zu kommen, auf deren Grundlage wir fundierte Entscheidungen treffen können."

Fragen?

Solltest du bezüglich der Thesen und geführten Diskussionen noch Fragen oder weitere Anmerkungen haben, kannst du diese gerne an  support@bookingexperts.de stellen. Wir beraten dich gern!

Teilnehmer:

  • Wietze Bootsma, Sales Consultant & Partner Manager bij Booking Experts

  • Chantal van Swieten, COO Recreatiepark De Boshoek

  • Nina Garvelink, Parkmanager Recreatiepark De Achterste Hoef

  • Carlo Batenburg, Inhaber Baten Consulting

  • Remco Schuurbiers, CEO Oesterdam

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